Biathlon-WM Lenzerheide
Die ersten IBU Weltmeisterschaften Biathlon in der Schweiz überhaupt werden als wunderbares Sportfest in Erinnerung bleiben. Insgesamt 85'200 Zuschauerinnen und Zuschauer aus 25 Nationen strömten an den neun Wettkampftagen in die Roland Arena in Lantsch/Lenz und machten Lenzerheide 2025 auch zu einem Publikumserfolg.
Das übergeordnete Ziel des Organisationskomitees um den Präsidenten Stefan Engler und den CEO Jürg Capol, die Schweiz für den Biathlon und für die WM im eigenen Land zu begeistern, wurde vollauf erreicht. Die Atmosphäre im Stadion und entlang der Strecke ging unter die Haut, das Fan-Village pulsierte und war ein Begegnungsort, an dem man von Gemütlichkeit bis Ausgelassenheit alles erleben konnte.
Wie gross das Interesse an der Biathlon-WM 2025 war, belegen auch die folgenden Zahlen: 535 akkreditierte Medienschaffende arbeiteten vor Ort; 27 TV-Stationen übertrugen die Rennen in 53 Länder; die Gesamtzahl der Live-TV-Zuschauerinnen und -Zuschauer belief sich auf ziemlich genau 100 Millionen.
Auch aus organisatorischer Sicht verliefen die Weltmeisterschaften sehr gut. Abgesehen vom herausfordernden Crowd-Management an den Spitzentagen gab es in der Umsetzung keine nennenswerten Schwachstellen. So bewährte sich etwa das ausgeklügelte Verkehrskonzept hervorragend. Das traumhafte Bergwetter erleichterte die Arbeit für alle Beteiligten.
Grossen Anteil am Gelingen der Biathlon-WM 2025 hatten neben der immensen Unterstützung durch Armee und Zivilschutz die 860 Voluntari. Mit ihrer Hilfsbereitschaft, ihrer guten Laune und ihrem grossartigen Teamspirit prägten sie den Grossanlass genauso wie die weltbesten Athletinnen und Athleten. Am erfolgreichsten schnitten die Französin Julia Simon mit vier Goldmedaillen (Einzel, Staffel, Mixed-Staffel, Single-Mixed-Staffel) und der Norweger Johannes Thingnes Bö an seinem letzten Grossanlass mit dreimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze ab. Der Rekordmann Bö adelte Lenzerheide 2025, indem er von den schönsten WM-Rennen seiner grandiosen Karriere sprach.
Für das Schweizer Biathlon-Team waren die Weltmeisterschaften in Lenzerheide die bisher erfolgreichsten überhaupt – in Individual-Rennen gelangen gleich drei Top-5-Klassierungen. Mehr zum sportlichen Abschneiden hier.
Gute Neuigkeiten gab es für das Organisationskomitee und für Swiss-Ski auch in Bezug auf künftige grosse Biathlon-Events in Lenzerheide. Im Weltcup-Kalender 2026/27 bis 2029/30, den die Internationale Biathlon-Union (IBU) am drittletzten Heim-WM-Tag publizierte, erscheint Lenzerheide gleich zweimal: im Januar 2028 sowie im März 2030. Die nächsten internationalen Biathlon-Wettkämpfe in der Roland Arena finden bereits in der kommenden Saison statt. Vom 16. bis 21. Dezember 2025 macht der IBU Cup in Lenzerheide Station.
Freestyle-WM St. Moritz Engadin
Die Freestyle-Weltmeisterschaften St. Moritz Engadin 2025 haben neue Massstäbe gesetzt. Die Region hat die Basis gelegt, um ein führender Freestyle-Hotspot zu werden. Die Weltmeisterschaften haben zudem ausserhalb der touristischen Hochsaison eine hohe Wertschöpfung und immense Medienpräsenz generiert.
Mehr als 1800 Athletinnen und Athleten aus 50 Ländern, 800 Voluntari und ein dynamisches Organisationskomitee machten die Freestyle-WM zu einem vollen Erfolg. Die Athletinnen und Athleten konnten sich auf herausragenden Sportinfrastrukturen messen; ihr Feedback war ausnahmslos positiv und viele von ihnen werden in Zukunft ihre Trainings auf den WM-Anlagen absolvieren.
Das Highlight der ersten WM-Woche war der «Super Friday» mit acht Entscheidungen. Aus Schweizer Sicht war dies der erfolgreichste Tag mit drei WM-Titeln innerhalb von nur 84 Minuten für die Freeskierin Mathilde Gremaud im Slopestyle sowie für Fanny Smith und Ryan Regez im Skicross. Die zweite Woche stand der ersten in nichts nach. Nach WM-Gold für Noé Roth und WM-Bronze für Pirmin Werner im abschliessenden Aerials-Final schloss das Gastgeberland Schweiz die WM auf Platz 1 des Medaillenspiegels ab – mit fünf Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen. An einer Freestyle-WM in der heutigen Form (seit Kreischberg 2015 inkl. Snowboard) war dies Swiss-Ski nie zuvor gelungen.
Entsprechend zufrieden zeigte sich der Freestyle-Direktor Sacha Giger: «Ich bin kein Fan des Wortes historisch. Aber mit dem erstmaligen Gewinn des WM-Medaillenspiegels haben wir tatsächlich Geschichte geschrieben. Wir verfügen momentan über eine tolle Breite an Athletinnen und Athleten, die um Medaillen mitkämpfen können. Dies unterstreichen zum Beispiel die drei Medaillen in den Team-Wettbewerben.»
Das Festival-Programm war vor allem auf das zweite Wochenende mit der Kombination Big-Air-Finals und Konzerte ausgerichtet. Über die beiden Wochen besuchten 15’000 Sport- und Musikbegeisterte das Festivalgelände bei der einstigen Olympia-Schanze.
Über 300 akkreditierte Journalistinnen und Journalisten, davon fast 200 aus dem Ausland, trugen zur umfassenden Medienpräsenz bei. Die von der SRG produzierten TV-Übertragungen wurden von über 30 Fernsehstationen übernommen, was die grosse Reichweite und das hohe Interesse an den Freestyle-Weltmeisterschaften unterstreicht.
Die Weltmeisterschaften haben insgesamt rund 50'000 Übernachtungen in der Region generiert. Die direkte und indirekte Wertschöpfung im Oberengadin kann auf mindestens 50 Millionen Franken geschätzt werden.
Alpine Skiweltmeisterschaften Crans-Montana 2027
Die Saison 2024/25 stand in Crans-Montana ganz im Zeichen des Männer-Weltcups – ein bedeutender Schritt auf dem Weg an die Alpinen Skiweltmeisterschaften 2027.
Erstmals seit 2012 fanden wieder Weltcup-Rennen der Männer in der Walliser Destination statt, und zum ersten Mal seit 1987 wurden die spektakulären Speed-Rennen wieder von ganz oben auf der legendären Piste «La Nationale» gestartet.
Die sportliche Bilanz war beeindruckend: Die Schweizer Athleten dominierten und ergatterten fünf der sechs Podestplätze. Auch organisatorisch war das Wochenende ein voller Erfolg. Die zwei Renntage waren im Public- und VIP-Bereich komplett ausverkauft – über 20'000 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse.
Für das neue Organisationskomitee der Ski-WM 2027, das auch für die Weltcup-Veranstaltungen 2025 und 2026 verantwortlich zeichnet, war das Wochenende ein wichtiger Testlauf. In den Bereichen Sport, Infrastruktur, Transport, Gäste-Management, Logistik und Medien konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt werden, die nun systematisch in die weitere Planung einfliessen.
Im Herbst 2024 war mit der Unterzeichnung des Veranstaltervertrags mit dem Weltverband FIS ein anderer Meilenstein erreicht worden. Ebenso konnte eine Einigung bezüglich der Aufteilung der kommerziellen Rechte erzielt werden. Der Besuch einer OK-Delegation an der Ski-WM in Saalbach lieferte wichtige Einblicke und ermöglichte einen praxisnahen Erfahrungs- und Wissensaustausch.
Ein weiterer wichtiger Schritt war der Start der baulichen Massnahmen in Crans-Montana. Nach einer gütlichen Einigung mit rekurrierenden Anwohnern konnte im Frühjahr 2025 mit dem Bau der neuen Einstellhalle sowie mit der Renovation des Zielgebäudes begonnen werden. Beide Infrastrukturen sind für die Durchführung der Weltmeisterschaften zentral und werden bis Herbst 2025 fertiggestellt, womit sie bereits für die Weltcup-Rennen 2026 zur Verfügung stehen werden.
Die Weichen für hervorragende Alpine Skiweltmeisterschaften 2027 in Crans-Montana sind gestellt. Die Vorfreude auf ein fantastisches Skifest ist jetzt schon riesig.