Finanzen
Das Geschäftsjahr 2025/26 stand ganz im Zeichen eines aussergewöhnlich erfolgreichen sportlichen Höhepunkts: An den Olympischen Winterspielen in Milano/Cortina erzielte Swiss-Ski mit insgesamt 17 Medaillen die beste Olympia-Bilanz der Verbandsgeschichte und übertraf damit die bisherige Rekordmarke um zwei Podestplätze. Eingebettet in die gesamtschweizerische Ausbeute von 23 Medaillen ging damit ein äusserst erfolgreicher Olympiazyklus zu Ende, der Swiss-Ski eindrücklich auf dem Höchstniveau des internationalen Wintersports bestätigt hat. Der sportliche Erfolg fand auch in der finanziellen Entwicklung seinen Ausdruck: Swiss-Ski schliesst das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Gewinn von TCHF 89 ab.
Ertragsseitig profitierte Swiss-Ski in besonderem Masse von den sportlichen Erfolgen der vergangenen Jahre sowie den erneut grossartigen Resultaten der Saison 2025/26. Diese Leistungen stärkten die Attraktivität des Verbandes nachhaltig und trugen wesentlich dazu bei, bestehende Partnerschaften weiter auszubauen und gleichzeitig neue Sponsoren für Swiss-Ski zu gewinnen. Zusätzliche positive Impulse ergaben sich aus den Heimweltcups, die – mit Ausnahme eines Rennens in Crans-Montana – weitgehend planmässig durchgeführt werden konnten und damit einen wichtigen Beitrag zur erfreulichen Ertragsentwicklung leisteten.
Auf der Aufwandseite ist in verschiedenen Bereichen ein Anstieg zu verzeichnen. Ein wesentlicher Teil davon ist auf die Vergrösserung des Frauenteams im Ski Alpin sowie auf den damit verbundenen Mehraufwand in der Betreuung und bei Trainings und Wettkämpfen zurückzuführen. Darüber hinaus zeigt sich darin der Anspruch von Swiss-Ski, Athletinnen und Athleten über alle Disziplinen hinweg gezielt zu fördern und die Voraussetzungen für nachhaltigen internationalen Erfolg weiter zu verbessern.
Erfreulich entwickelte sich im ersten Jahr im alpinen Bereich die Zusammenarbeit mit den Bergbahnen Zermatt sowie dem Bundesamt für Sport (BASPO) im Zusammenhang mit der eigenen Trainingspiste, einschliesslich deren Weitervermietung an externe Teams. Die Anschaffung eines modernen Biathlon-Wachstrucks unterstreicht ebenfalls den Leistungsanspruch des Verbandes. Mit diesem Schritt verfügen nun auch die Biathletinnen und Biathleten über konkurrenzfähige und moderne Wettkampfbedingungen. Auch im Freestyle wurden wichtige Akzente gesetzt: Mit der Skicross-Strecke in St. Moritz stehen verbesserte Voraussetzungen für Training und Wettkampf zur Verfügung.
Im Commercial treibt Swiss-Ski die strategische Weiterentwicklung mit besonderem Fokus auf den Ausbau seiner digitalen Aktivitäten konsequent voran. Mit Unterstützung von Sunrise und dem Innovation Fund wurden gezielte Mittel in den Ausbau von Digital/D2C investiert. Swiss-Ski entwickelt damit nicht nur sein digitales Geschäft als zukunftsweisendes Feld weiter, sondern diversifiziert zugleich seine Ertragsquellen und positioniert sich als moderne, innovationsorientierte Organisation über das klassische Verbandsgeschäft hinaus. Die im Vorjahr gegründeten Gesellschaften – die Swiss-Ski Technologiecenter AG sowie die Swiss-Ski Store GmbH als Joint Venture mit Hauptpartner Sunrise – haben sich im laufenden Geschäftsjahr etabliert und bilden wichtige Pfeiler dieser Entwicklung.