Snowboard
Zehn Weltcup-Podestplätze, ein olympisches Diplom und internationale Erfolge im Nachwuchsbereich, aber auch Verletzungen, Rückschläge und Enttäuschungen: Die Snowboard-Saison 2025/26 in den drei Disziplinen Freestyle, Alpin und Cross war geprägt von Hochs und Tiefs.
Snowboard Freestyle
Mit den Laax Open und dem Weltcup-Finale in Silvaplana stehen auch in der Saison 2025/26 gleich zwei Heim-Weltcups im Kalender.
Stephan BögliZwei Weltcup-Podestplätze, starke Resultate an der Junioren-WM und mehrere Top-Resultate auf Europacup-Stufe: Das Schweizer Snowboard-Freestyle-Team blickt auf eine Saison 2025/26 mit Lichtblicken und vielversprechenden Talenten zurück.
Zum Saisonauftakt sorgten Isabelle Lötscher mit Rang 5 beim Halfpipe-Weltcup in Secret Garden (CHN) sowie Ariane Burri mit Platz 5 im Big Air von Peking für erste Schweizer Topresultate. Die einzigen Schweizer Weltcup-Podestplätze des Winters gelangen im Januar in Calgary (CAN): Dave Hablützel fuhr in der Halfpipe auf Rang 2, Isabelle Lötscher wurde Dritte.
Die Laax Open im Januar zählten für viele Athletinnen und Athleten erneut zu den Saisonhighlights – Schweizer Exploits blieben vor Heimpublikum jedoch aus. Dafür zeigte das Schweizer Halfpipe-Team beim Weltcup-Finale in Silvaplana noch einmal starke Leistungen: Jonas Hasler verpasste als Vierter das Podest nur knapp, während Soha Janett bei ihrer ersten Finalteilnahme direkt Rang 6 erreichte.
Nachwuchs sorgt für Lichtblicke
An den Olympischen Spielen in Milano Cortina gelang keinem Schweizer Athleten und keiner Schweizer Athletin der Finaleinzug. Für positive Emotionen sorgte dafür die Junioren-WM in Calgary (CAN). Das Schweizer Halfpipe-Team gewann durch Lura Wick (Silber) und Mischa Zürcher (Bronze) gleich zwei Medaillen.
Im Europacup überzeugte das Schweizer Team ebenfalls mit starken Resultaten. In der Halfpipe belegte Lura Wick Rang 3 in der Gesamtwertung, dazu klassierten sich fünf weitere Schweizerinnen in den Top 10. Bei den Männern erreichten zwei Schweizer Athleten die Top 10 der Halfpipe-Gesamtwertung. Im Big Air wurde Bianca Gisler Gesamtdritte, während sich im Slopestyle zwei und im Big Air drei Schweizer Männer unter den ersten zehn klassierten.
Mit Saisonende schlug Nicolas Huber ein neues Kapitel auf: Nach einer verletzungsbedingt verpassten Saison wechselte der 31-jährige Zürcher vom Slopestyle und Big Air zum Snowboardcross. Künftig will Huber zusätzlich auch Freeride-Wettkämpfe bestreiten.
Snowboard Alpin
Zum vierten Mal auf dem Weltcup-Podest: Dario Caviezel gewinnt in Val Saint-Côme.
FISFünf Weltcup-Podestplätze sicherte sich das Schweizer Snowboard-Alpin-Team in der Saison 2025/26. An den Olympischen Spielen galt es jedoch eine Enttäuschung zu verkraften.
Drei verschiedene Athletinnen respektive Athleten durften in der vergangenen Snowboard-Alpin-Saison von einem Weltcup-Podest jubeln. Für den grössten Triumph zeichnete Dario Caviezel verantwortlich: Im kanadischen Val Saint‐Côme feierte er seinen vierten Weltcup-Sieg. Der Bündner setzte sich im Final des Parallel-Riesenslaloms mit 17 Hundertstelsekunden Vorsprung gegen den Italiener Edwin Coratti durch. Für Caviezel war es der zwölfte Einzel-Podestplatz seiner Weltcup-Karriere und sein erster Sieg seit über einem Jahr.
Bereits zwei Wochen zuvor war Dario Caviezel im polnischen Krynica als Dritter aufs Weltcup-Podest gefahren. Denselben Rang schaffte auch Gian Casanova im Januar: Im bulgarischen Bansko erreichte er den ersten Podestplatz seiner Karriere. Zum 38. Mal auf einem Weltcup-Podest stand letzte Saison Julie Zogg – sie fuhr zu Beginn der Saison im chinesischen Mylin auf den 2. Platz. Weiter klassierte sie sich zusammen mit Dario Caviezel im Mixed-Team-Wettkampf von Bad Gastein im 2. Rang.
Ungekrönte Olympia-Dernière
Die Olympischen Spiele 2026 in Livigno bedeuteten eine Enttäuschung für die Schweizer Equipe im Snowboard Alpin. Im Parallel-Riesenslalom war sowohl für Dario Caviezel als auch für Julie Zogg, die ihre letzten Olympischen Spiele bestritt, im Achtelfinal Endstation. Am Ende belegten beide den 11. Rang.
Während der Bündner ankündigte, den Traum vom Gewinn einer Olympia-Medaille in vier Jahren verwirklichen zu wollen, beendeten Julie Zogg und ihre Teamkolleginnen Ladina Caviezel und Jessica Keiser ihre Karrieren nach dem vergangenen Winter. Beim Weltcup-Finale in Winterberg wurden die drei gebührend verabschiedet.
Junioren-WM: Gold und Silber für Xenia von Siebenthal
Die Junioren-Weltmeisterschaften im italienischen Folgaria wurden zur Medaillen-Ausbeute von Xenia von Siebenthal: Die Davoserin sicherte sich Silber im Parallel-Riesenslalom und tags darauf Gold im Parallel-Slalom. Nach ihren Triumphen 2023 und 2025 ist es bereits ihr dritter Titel bei den Juniorinnen in dieser Disziplin.
Snowboardcross
Überquert im Montafon die Ziellinie als Erste: Sina Siegenthaler.
FISDas Schweizer Snowboardcross-Team etablierte sich in der Saison 2025/26 insbesondere bei den Frauen an der Weltspitze. Für die historische Medaille an den Olympischen Spielen in Livigno fehlte nur wenig.
Dreimal stand im vergangenen Winter eine Schweizerin auf dem Weltcup-Podest. Für den grössten Triumph sorgte Sina Siegenthaler Mitte März im Montafon: Zum zweiten Mal in ihrer Karriere konnte sie ein Weltcup-Rennen gewinnen – und dies gleich am nächstjährigen WM-Ort. Sie verwies die Australierin Josie Baff und die Britin Charlotte Bankes auf die weiteren Podestplätze. Siegenthalers Glanzresultat hatte sich abgezeichnet: Bereits in der Qualifikation war keine schneller als die Emmentalerin.
Zwei Wochen später durfte Sina Siegenthaler erneut aufs Podest steigen: Beim Weltcup-Finale im kanadischen Mont-Sainte-Anne fuhr sie auf den 3. Rang. Dieselbe Platzierung erreichte Noémie Wiedmer Anfang März in Erzurum. Für die Berner Oberländerin war dies der erste Podestplatz im Weltcup.
Getragen von den Teamkolleginnen und der Stimmung in Livigno: Olympia-Vierte Noémie Wiedmer.
Keystone-SDADebütantin im Olympia-Final
An den Olympischen Spielen in Livigno gelang Wiedmer mit Rang 4 ein Top-Auftritt. Ihr (fast) perfekter Tag begann schon am Morgen mit Rang 3 in der Qualifikation, inklusive der zweitbesten Reaktionszeit am Start. Wenige Stunden später folgte der souveräne Vorstoss der Olympia-Debütantin in den Final: im Achtel-, Viertel- und Halbfinal hielt sie sich dank tollen Starts immer in den Top 2. Im Final übernahm Wiedmer nach dem Start ebenfalls die Führung, doch musste sie sich auf der fast eineinhalb Kilometer langen Strecke nach und nach von den deutlich routinierteren Konkurrentinnen überholen lassen. Wiedmer hätte mit ihrem Exploit beinahe für die erste Schweizer Olympia-Medaille im Boardercross seit 16 Jahren gesorgt.
Im Team-Wettkampf holte Wiedmer zusammen mit Kalle Koblet als Sechste ein Diplom.
Das Schweizer Team brilliert an den Heim-Juniorenweltmeisterschaften.
Markus UlmerVier Medaillen an der Junioren-WM
Die Junioren-Weltmeisterschaften 2026 bildeten ein Heimspiel für die Schweizer Equipe – und diese wusste zu überzeugen: Im St. Moritz gab es gleich viermal Edelmetall. In den jeweiligen Einzelwettkämpfen fuhren Noémie Wiedmer und Kenny Schläppi je zu Silber, genauso wie als Duo im Mixed-Team. Gleich dahinter gab es Bronze für Nuria Gubser und Etienne Lüdi.
Schweizer Meisterschaften 2025/26
Männer
U20 Junioren
U18 Junioren
Slopestyle
Ledergerber Finn
2010
Davos
Halfpipe
Zürcher Robin
2010
Iceripper
Slopestyle
Ledergerber Finn
2010
Davos
Halfpipe
Zürcher Robin
2010
Iceripper
Frauen
U20 Juniorinnen
U18 Juniorinnen
Slopestyle
Kälin Lina
2009
Steinen
Halfpipe
Demke Lisa
2008
Davos
Slopestyle
Kälin Lina
2009
Steinen
Halfpipe
Demke Lisa
2008
Davos
Breitensport & Nachwuchs 2025/26
Opel Snowboard Tour
U18 Knaben
-
Ledergerber Finn
2010
Davos
-
Berchtold Keanu
2010
Iceripper
-
Schalbetter Levi Colin
2008
NLZ Brig
U18 Mädchen
-
Kälin Lina
2009
Steinen
-
Limacher Lou
2010
Iceripper
-
Lütolf Emma Katharina
2010
Schwyz
U15 Knaben
-
Keller Norin
2011
Iceripper
-
Casparis Gian Dario
2011
Laax
-
Schmutz Kian
2012
Iceripper
U15 Mädchen
-
Leusch Kim
2012
Davos
-
Helfenstein Lela
2011
Laax
-
Faoro Joy Louise
2011
Davos
Helvetia Snowboard Alpine Tour
U15 Knaben
-
Metzger Andrin
2011
Ganterschwil
-
Martin Tobias
2012
Aarberg
-
Fritz Simon Alexander
2011
Österreich
U15 Mädchen
-
Blum Naira
2012
Rinerhorn
-
Thoma Flavia
2012
Amden
-
Jansing Fenja
2011
Deutschland
Helvetia Cross Tour
U15 Knaben
-
Olschewski Phil
2011
Berneck
-
Martin Tobias
2012
Aarberg
-
Jäger Anton
2012
Deutschland
U15 Mädchen
-
Meier Zoë
2012
Birg Bern
-
Wörner Isabella
2011
Deutschland
-
Fuller Harriet
2011
Australien
U18 Knaben
-
Ledergerber Finn
2010
Davos
-
Berchtold Keanu
2010
Iceripper
-
Schalbetter Levi Colin
2008
NLZ Brig
U18 Mädchen
-
Kälin Lina
2009
Steinen
-
Limacher Lou
2010
Iceripper
-
Lütolf Emma Katharina
2010
Schwyz
U15 Knaben
-
Keller Norin
2011
Iceripper
-
Casparis Gian Dario
2011
Laax
-
Schmutz Kian
2012
Iceripper
U15 Mädchen
-
Leusch Kim
2012
Davos
-
Helfenstein Lela
2011
Laax
-
Faoro Joy Louise
2011
Davos
U15 Knaben
-
Metzger Andrin
2011
Ganterschwil
-
Martin Tobias
2012
Aarberg
-
Fritz Simon Alexander
2011
Österreich
U15 Mädchen
-
Blum Naira
2012
Rinerhorn
-
Thoma Flavia
2012
Amden
-
Jansing Fenja
2011
Deutschland
U15 Knaben
-
Olschewski Phil
2011
Berneck
-
Martin Tobias
2012
Aarberg
-
Jäger Anton
2012
Deutschland
U15 Mädchen
-
Meier Zoë
2012
Birg Bern
-
Wörner Isabella
2011
Deutschland
-
Fuller Harriet
2011
Australien