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Forschung, Entwicklung & Ausbildung

Letzte Absprache vor der Lauberhornabfahrt: Björn Bruhin, Leiter Forschung, Entwicklung und Ausbildung (links), und Hans Flatscher, Direktor Ski Alpin, im finalen Austausch unmittelbar vor dem Start.

Swiss-Ski

Zwischen Windkanal, Wetterdaten und Wachsmischungen: Hinter den Erfolgen von Swiss-Ski steckt längst mehr als Talent und Training. Mit der neu organisierten Abteilung Forschung, Entwicklung und Ausbildung bündelt Swiss-Ski Wissen, Technologie und Praxis noch enger – und bringt wissenschaftliche Erkenntnisse direkt von der Weltspitze bis in den Nachwuchs.

Aus der bisherigen Abteilung Forschung und Entwicklung wurde auf die Saison 2025/26 hin die neue Abteilung Forschung, Entwicklung und Ausbildung von Swiss-Ski. Der Zusammenschluss erfolgte bewusst, da beide Bereiche bereits zuvor eng zusammenarbeiteten, wie Gesamtleiter Björn Bruhin erklärt. Die bisherigen Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter bleiben weiterhin in ihren Funktionen tätig.

Dem Entscheid gingen rund zwei Jahre gemeinsamer Arbeitsgruppen und strategischer Abstimmungen voraus. Ziel der neuen Struktur ist es, Erkenntnisse aus dem Spitzensport gezielt in den Nachwuchs- und Ausbildungsbereich zu übertragen. Forschung, Entwicklung und Ausbildung greifen dabei enger denn je ineinander.

In der Saison 2025/26 begleitete die Abteilung zahlreiche Wettkämpfe und unterstützte die Teams wie gewohnt mit Datenanalysen, Fachwissen und technischem Support – direkt vor Ort im Schnee sowie in der Nachanalyse. Insgesamt leistete der Bereich Sport Science Support 382, das Command Center 304 sowie die Leistungsdiagnostik 165 Personentage im Elite- und Nachwuchsbereich. «Je näher wir an den Teams, den Athletinnen und Athleten sind, desto wirkungsvoller können wir sie unterstützen», sagt Björn Bruhin.

Daten statt Bauchgefühl

Das Command Center entwickelte seine Dienstleistungen in der Saison 2025/26 weiter und unterstützte die Teams noch gezielter mit Echtzeit-Analysen und datenbasierten Entscheidungsgrundlagen. Unter anderem im Snowboard Alpin kamen neue Auswertungsformen zum Einsatz: Mithilfe von Live-Timing-Daten wird neu analysiert, welcher Lauf in den Qualifikationen tatsächlich schneller ist – eine wichtige Grundlage für taktische Entscheidungen bei der späteren Lauf-Wahl. Was zuvor oftmals auf Erfahrungswerten oder Augenmass beruhte, konnte neu präzise mit Daten belegt werden.

Auch an den Olympischen Spielen 2026 in Norditalien war die Abteilung im Einsatz. Die Teams wurden unter anderem mit GPS-, Strecken- und Trainingsanalysen sowie Wetterprognosen unterstützt. Ergänzt wurde der Support durch zweimal täglich erstellte Wetterbulletins für die jeweiligen Standorte. «Unsere Produkte, Entwicklungen und Analysen haben das Ziel, die Besten der Welt noch besser zu machen», sagt Björn Bruhin dazu.

Für die Olympischen Spiele 2026 entwickelt das Team rund um FZero spezifische Wachsmischungen – abgestimmt auf Schnee, Temperatur und jede einzelne Sportart.

Stephan Bögli

Technologiecenter

Im Windkanal und an der Strecke

Auch das Team rund um das Swiss-Ski Technologiecenter war während der gesamten Saison und insbesondere an den Olympischen Spiele eng bei den Teams im Einsatz. Daniel Züger, CEO des Technologiecenters und von FZero, dem hauseigenen Wachs von Swiss-Ski, arbeitete gemeinsam mit seinem Team intensiv an speziellen Wachsmischungen für sämtliche Sportarten. Die Mitarbeitenden waren an allen Wettkampfstandorten in Italien vor Ort und analysierten Schnee- sowie Temperaturbedingungen. Direkt an der Strecke unterstützten sie die Serviceleute mit konkreten Empfehlungen und Tests der optimalen Wachsmischungen. Zusätzlich wurden bereits im Mai 2025 die Olympia-Rennanzüge im Ski Alpin im Windkanal getestet. Das Team rund um Züger führte dabei die Messungen durch, während das Forschungsteam die gewonnenen Daten analysierte und auswertete.

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