Ski Alpin
Was für ein Moment: An der WM in Saalbach belegten die Schweizer Männer in der erstmals ausgetragenen Team-Kombination sämtliche Podestplätze.
Keystone-SDAZweiterfolgreichste WM mit 13 Medaillen, wiederum Platz 1 im Nationencup, eine grosse und vier kleine Kristallkugeln sowie insgesamt 64 Weltcup-Podestplätze: Wer gedacht hatte, das Schweizer Alpin-Team könne die vorherigen erfolgreichen Saisons nicht mehr toppen, der wurde im Winter 2024/25 eines Besseren belehrt.
Die Schweiz untermauerte im vergangenen Weltcup-Winter ihren Status als beste Ski-Alpin-Nation eindrucksvoll; im Nationencup distanzierte Swiss-Ski die Konkurrenz noch deutlicher als vor Jahresfrist. Die Schweizer Athletinnen und Athleten vermochten dem alpinen Ski-Weltcup auch 2024/25 ihren Stempel aufzudrücken.
Marco Odermatt wiederholte seine phänomenale Ausbeute aus dem Vorwinter und sicherte sich neben dem Weltcup-Gesamtsieg wiederum Platz 1 in den Disziplinenwertungen Abfahrt, Super-G und Riesenslalom. Der Nidwaldner steht mittlerweile bei 45 Siegen und 88 Podestplätzen auf Weltcup-Stufe und übertrumpfte damit Pirmin Zurbriggen, der zuvor jahrzehntelang die Schweizer Weltcup-Bestenliste angeführt hatte. Auf Seiten der Frauen zeichnete Lara Gut-Behrami mit ihrem sechsten Sieg in der Super-G-Weltcup-Wertung für eine Weltbestmarke verantwortlich.
Höherer Punkteschnitt als im Vorjahr
Auf dem Weg zu Platz 1 im Nationen-Ranking der Saison 2024/25 sammelten die Schweizer Alpin-Athletinnen und -Athleten 10'823 Punkte, was 152,43 Zählern pro Rennen entspricht. Damit konnten sie die Ausbeute je Rennen im Vergleich zu den ebenfalls bereits sehr erfolgreichen Vorjahren (2023: 144,71 Punkte; 2024: 147,05 Punkte) noch einmal steigern.
Mehr Weltcup-Podestplätze als in der Saison 2024/25, in der 64-mal (davon 22 Siege) eine Schweizer Athletin respektive ein Schweizer Athlet in die Top 3 fuhr, gab es für Swiss-Ski bei den Alpinen letztmals 1986/87 (87). Den Schweizer Männern gelang es, ihre eigene, 40 Jahre alte Bestmarke zu verbessern – und zwar um sechs Top-3-Klassierungen gegenüber der Saison 1984/85. Neu liegt der eigene Rekord bei 44 Podestplätzen.
Das Dutzend ist voll
Die Gesamtwertung des Nationen-Rankings gewann die Schweiz bei den Alpinen heuer zum zwölften Mal – und zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Österreich lag diesmal bei satten 3364 Zählern (Vorjahr: 1595). Bei den Männern resultierte für Swiss-Ski zum sechsten Mal in Folge der 1. Platz. Die Schweizer Frauen belegten Platz 2.
«Wir legen viel Wert auf eine grosse Breite an der Spitze und wollen uns nicht auf einzelne Ausnahme-Erscheinungen wie Marco Odermatt, Lara Gut-Behrami oder Loïc Meillard abstützen. Zurecht dürfen wir konstatieren, dass unser Fördersystem seit einigen Jahren gut funktioniert. So gelang es uns zum Beispiel, bei den Männern im Speed-Bereich die durch die Rücktritte von Beat Feuz und Mauro Caviezel entstandene Lücke nahtlos zu schliessen.»
Hans Flatscher, Ski-Alpin-Direktor bei Swiss-Ski
5 – 5 – 3: eine historische WM-Ausbeute
Loïc Meillard setzte mit seinem Triumph im Slalom den goldenen Schlusspunkt hinter eine aus Schweizer Sicht grossartige WM 2025 in Saalbach. Einmal nur hatten die Schweizer Alpinen an einer Weltmeisterschaft besser abgeschnitten. Die 14 Medaillen, acht allein in Gold, die die einheimischen Fahrerinnen und Fahrer 1987 in Crans-Montana gehamstert hatten, wurden für einen Wert gehalten, der als einsamer Ausreisser nach oben in den Statistiken von Swiss-Ski seinen Platz finden würde.
Zwei Jahre später kehrte die Schweizer Delegation mit elf Medaillen aus Vail/Beaver Creek heim, danach blieb die Ausbeute stets im einstelligen Bereich. Und nun durfte über 13 Medaillen – je fünfmal Gold und Silber sowie dreimal Bronze – gejubelt werden. Erfolgreichster Athlet überhaupt war Loïc Meillard, der neben Gold im Slalom ebensolches auch in der Team-Kombination an der Seite von Franjo von Allmen sowie Bronze im Riesenslalom gewann.
Camille Rast kürte sich in Saalbach zur ersten Schweizer Slalom-Weltmeisterin seit 1991.
Keystone-SDAMeillard wurde zum ersten Schweizer Slalom-Weltmeister seit 75 Jahren (Georges Schneider 1950 in Aspen), Camille Rast – siegreich vor Wendy Holdener – zur ersten Schweizer Slalom-Weltmeisterin seit Vreni Schneider 1991 (ebenfalls in Saalbach). Franjo von Allmen bescherte der Schweiz das vierte Gold in den vergangenen sechs WM-Abfahrten, im gleichen Rennen holte Alexis Monney Bronze. Mit dem WM-Titel im Super-G schloss Marco Odermatt derweil eine weitere Lücke in seinem Palmarès. An den letzten Titelkämpfen in Courchevel hatte er bereits im Riesenslalom und in der Abfahrt triumphiert.
Noch lange in Erinnerung bleiben wird den Schweizer Ski-Fans der 12. Februar 2025, kam es an jenem Tag doch zum dritten Schweizer Dreifacherfolg in der WM-Geschichte. Franjo von Allmen und Loïc Meillard holten in der erstmals ausgetragenen Team-Kombination Gold, Alexis Monney und Tanguy Nef Silber, Stefan Rogentin und Marc Rochat Bronze.
Lenz Hächler fuhr im Europacup 2025/26 gleich achtmal aufs Podest.
Swiss-Ski47 Podestplätze im Europacup
Im Europacup, auf zweithöchster Stufe, realisierte die Schweiz in der Saison 2024/25 insgesamt 14 Siege – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Mit 47 Podestplätzen konnte gegenüber der Vorsaison (36) ebenfalls eine Steigerung verzeichnet werden. Mit insgesamt acht Podestplätzen war Lenz Hächler, der in der Europacup-Gesamtwertung Zweiter wurde, der erfolgreichste Swiss-Ski-Athlet. Die Nationenwertung des Europacups gewann die Schweiz zum vierten Mal in Folge.
Sieben Schweizerinnen und Schweizer – Eliane Christen (Slalom), Aline Danioth (Slalom), Stefanie Grob (Super-G), Vanessa Kasper (Riesenslalom), Livio Hiltbrand (Abfahrt), Alessio Miggiano (Abfahrt) und Lenz Hächler (Riesenslalom) – sicherten sich in der abgelaufenen Saison einen Weltcup-Fixplatz für den kommenden Winter. Ein Fixplatz wird jenen Athletinnen und Athleten zugesprochen, die in der jeweiligen Disziplin unter den besten drei der Europacup-Wertung landen.
Stefanie Grob gewann zum zweiten Mal Junioren-WM-Gold in der Abfahrt.
Fabrice Gallina7 Medaillen an der Junioren-WM
An den Junioren-Weltmeisterschaften durfte sich die Schweizer Delegation über zwei Gold- und fünf Silbermedaillen freuen.
Stefanie Grob gewann wie vor zwei Jahren den Titel in der Abfahrt und wurde Zweite im Riesenslalom, Jasmin Mathis wurde Junioren-Weltmeisterin im Super-G und fuhr in der Abfahrt hinter Grob zu Silber. Eine Silbermedaille umhängen lassen durften sich zudem Philipp Kälin (Abfahrt), Sandro Manser (Super-G) sowie das Duo Gabin Janet/Jack Spencer (Team-Kombination).
Am Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival (EYOF) im georgischen Bakuriani errang Lara Bianchi Gold im Riesenslalom.
Schweizer Meisterschaften 2024/25
Männer
U21 Männer
Abfahrt
Bebi Joel
2005
Laax RLS
Super-G
Trummer Niklas
2004
U18 Männer
Abfahrt
Caluori Lauro
2007
Beverin
Super-G
Glassey Mathieu
2007
Arpettaz
Riesenslalom
Glassey Mathieu
2007
Arpettaz
Slalom
Hannart Aymeric
2007
U16 Knaben
Super-G
Wyssen Lenny
2009
Frutigen
Riesenslalom
Berlinger Nino
2009
Beckenried-Klewenalp
Slalom
Moubayed Josselin
2009
Obersaxen
Abfahrt
Bebi Joel
2005
Laax RLS
Super-G
Trummer Niklas
2004
Abfahrt
Caluori Lauro
2007
Beverin
Super-G
Glassey Mathieu
2007
Arpettaz
Riesenslalom
Glassey Mathieu
2007
Arpettaz
Slalom
Hannart Aymeric
2007
Super-G
Wyssen Lenny
2009
Frutigen
Riesenslalom
Berlinger Nino
2009
Beckenried-Klewenalp
Slalom
Moubayed Josselin
2009
Obersaxen
Frauen
Riesenslalom
Kasper Vanessa
1996
Alpina St. Moritz
U21 Frauen
Abfahrt
Christen Ladina
2006
Beckenried-Klewenalp
Riesenslalom
Phillips Mathilde
2005
U18 Frauen
Abfahrt
Bianchi Lara
2008
Obersaxen
Super-G
Allenbach Daniela
2007
Turbach-Bissen
Riesenslalom
Bianchi Lara
2008
Obersaxen
Slalom
Roten Chiara
2008
Leukerbad
U16 Mädchen
Super-G
Minchin Lynn
2011
Weissmies Saas-Grund
Riesenslalom
Fuchs Senna
2009
SAK Haslital Brienz
Slalom
Rhyner Amanda
2009
Elm
Riesenslalom
Kasper Vanessa
1996
Alpina St. Moritz
Abfahrt
Christen Ladina
2006
Beckenried-Klewenalp
Riesenslalom
Phillips Mathilde
2005
Abfahrt
Bianchi Lara
2008
Obersaxen
Super-G
Allenbach Daniela
2007
Turbach-Bissen
Riesenslalom
Bianchi Lara
2008
Obersaxen
Slalom
Roten Chiara
2008
Leukerbad
Super-G
Minchin Lynn
2011
Weissmies Saas-Grund
Riesenslalom
Fuchs Senna
2009
SAK Haslital Brienz
Slalom
Rhyner Amanda
2009
Elm
Breitensport & Nachwuchs 2024/25
BRACK.CH Swiss Cup
Männer (U18)
-
Glassey Mathieu
2007
Arpettaz
-
Hannart Aymeric
2006
Illhorn Chandolin
-
Brigger Gian
2007
Parpan
Frauen (U18)
-
Bont Minna
2008
Lenzerheide-Valbella
-
Allenbach Dania
2007
Turbach-Bissen
-
Bianchi Lara
2008
Obersaxen
Sunrise Jugend Cup
Knaben
-
Berlinger Nino
2009
Beckenried-Klewenalp
-
Marty Cyrill
2009
Elm
-
Wyssen Lenny
2009
Frutigen
Mädchen
-
Kummer Lynn
2010
Bettmeralp Betten
-
Fuchs Senna
2009
SAK Haslital Brienz
-
Minchin Lynn
2011
Weissmies Saas-Grund
Männer (U18)
-
Glassey Mathieu
2007
Arpettaz
-
Hannart Aymeric
2006
Illhorn Chandolin
-
Brigger Gian
2007
Parpan
Frauen (U18)
-
Bont Minna
2008
Lenzerheide-Valbella
-
Allenbach Dania
2007
Turbach-Bissen
-
Bianchi Lara
2008
Obersaxen
Knaben
-
Berlinger Nino
2009
Beckenried-Klewenalp
-
Marty Cyrill
2009
Elm
-
Wyssen Lenny
2009
Frutigen
Mädchen
-
Kummer Lynn
2010
Bettmeralp Betten
-
Fuchs Senna
2009
SAK Haslital Brienz
-
Minchin Lynn
2011
Weissmies Saas-Grund