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Skispringen

Freude pur: Gregor Deschwanden gewinnt Olympia-Bronze auf der Normalschanze.

Keystone-SDA

Ebenso unerwartet wie plötzlich passte bei Gregor Deschwanden an den Olympischen Spielen alles perfekt zusammen. In einer zuvor schwierigen Saison gewann er im Val di Fiemme sensationell Olympia-Bronze auf der Normalschanze. Darüber hinaus feierte er einen Monat später seinen ersten Weltcup-Sieg.

Nach drei Olympia- und sechs WM-Teilnahmen, die mehrheitlich mit Enttäuschungen geendet hatten, schlug das Pendel für Gregor Deschwanden am 9. Februar 2026 auf die richtige Seite. An den Olympischen Winterspielen in Predazzo segelte er im Wettkampf auf der Normalschanze zur Bronzemedaille.

Bereits nach dem ersten Durchgang und einer Weite von 105 m (Schanzenrekord) lag die ganz grosse Überraschung in der Luft. Der damals 34-jährige Luzerner lag bei Halbzeit nur 0,1 Punkte hinter dem Bronzeplatz. Mit seinem zweiten Sprung auf 107 m (wieder Schanzenrekord) legte er sogar nochmals zu. Am Ende reichte es hinter dem deutschen Olympiasieger Philipp Raimund und dem Polen Kacper Tomasiak punktgleich mit dem Japaner Ren Nikaido zu Platz 3.

Gregor Deschwanden ist nach Walter Steiner (Silber 1972 in Sapporo) und Doppel-Doppel-Olympiasieger Simon Ammann (2002 Salt Lake City und 2010 Vancouver) erst der dritte Schweizer Skispringer, der an Olympischen Spielen eine Medaille gewinnen konnte.

Erster Weltcup-Sieg

Beharrlichkeit, Disziplin, Geduld, Teamwork und zum richtigen Zeitpunkt zurückerlangtes Selbstvertrauen trugen Gregor Deschwanden noch weiter: zum ersten Weltcup-Sieg am Holmenkollen in Oslo, nur 33 Tage nach dem Bronze-Coup. Ohne in dieser Saison zuvor einmal auf dem Podest gestanden zu haben, sprang er in Norwegens Hauptstadt gleich auf Platz 1. Mehr als 14 Jahre nach seinem Debüt im Dezember 2011 war dies gleichbedeutend mit dem ersten Weltcup-Sieg eines Schweizer Skispringers seit mehr als elf Jahren.

Gregor Deschwandens erster Weltcup-Sieg sorgt für Euphorie beim Schweizer Skisprung-Team in Oslo.

Nordic Focus

Klassiert sich beim Weltcup am Kulm im 13. Rang: Sandro Hauswirth.

Nordic Focus

Hauswirth und Trunz mit persönlichen Bestleistungen

Gleich dreimal sprang Sandro Hauswirth in der Weltcup-Saison 2025/26 in die Top 15. Sein persönliches Bestresultat erreichte er Anfang März mit Rang 13 am Kulm im österreichischen Bad Mitterndorf.

Felix Trunz gelang Mitte März in Oslo als 15. erstmals der Sprung unter die ersten 15. Zudem erreichte er an den Olympischen Spielen gemeinsam mit Gregor Deschwanden im Super-Team-Wettkampf mit Rang 7 ein olympisches Diplom.

Verpasste Medaille an der Junioren-WM

An den Junioren-Weltmeisterschaften in Lillehammer strebte Felix Trunz eine Medaille an. Diese verpasste er zwar, dennoch gelang ihm mit Platz 5 ein gutes Resultat. Sowohl im Team-Wettkampf der Männer als auch im Mixed-Team-Springen trug er zum jeweils 7. Schlussrang bei.

Swiss Nordic Trophy

Um künftige Weltklasse-Athletinnen und -Athleten im Skispringen zu rekrutieren und zu fördern, fand auch in der vergangenen Saison die Swiss Nordic Trophy statt. Diese Wettkampfserie für den Schweizer Nachwuchs vermittelt den Jugendlichen zwischen 6 und 16 Jahren die Faszination der nordischen Sportarten auf spielerische Art und Weise. Drei Events haben im letzten Winter im Skispringen stattgefunden: in Kandersteg, Tschagguns und Chaux-Neuve.

Schweizer Meisterschaften 2025/26

Männer

Trunz Felix

2006

Am Bachtel

Team

Kesseli Juri, Trunz Felix, Schoch Melinda, Haller Filip

ZSV

U20 Männer

Trunz Felix

2006

Am Bachtel

U16 Knaben

Borghi Elwis

2011

Les Diablerets

Frauen

Arnet Sina

2005

Nordic Engelberg

U16 Mädchen

Raoux Mélyne

2010

Vallée de Joux

Breitensport & Nachwuchs 2025/26

Swsiss Nordic Trophy

Männer

  1. Arnold Elias

    2008

    ZSV

  2. Imhof Mauro

    2005

    ZSV

  3. Penseyres Zacchary

    2008

    SROM

Frauen

  1. Imhof Anja

    2009

    ZSV

  2. Schmittchen Ellena

    2008

    ZSV

  3. Belz Giulia

    2008

    BOSV

U16 Knaben

  1. Penseyres Malick

    2010

    SROM

  2. Heiniger Manuel

    2011

    BOSV

  3. Haller Filipp

    2010

    ZSV

U16 Mädchen

  1. Schoch Melinda

    2012

    ZSV

  2. Otto Romina

    2012

    BOSV

  3. Lobsiger Svea

    2010

    BOSV

U13 Knaben

  1. Otto Matteo

    2014

    BOSV

  2. Vaney Nathan

    2014

    SROM

  3. Lemmenmeier Nils

    2013

    OSSV

U13 Mädchen

  1. Hurschler Alina

    2013

    ZSV

  2. Allenbach Nina

    2013

    BOSV

  3. Allars Helena

    2015

    ZSV

U10

  1. Maccagnan Rafael

    2016

    SROM

  2. Artho Alexander

    2016

    ZSV

  3. Schläpfer Maurice

    2016

    BOSV

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